Karibischer Sonnenschein

May 17th, 2012

Isa’s aktueller Farbcode nach zwei Stunden Surfkurs:

20120517-105948.jpg
…Aloe Vera ist ihre beste Freundin.

Anm. d. Red.
…das alles trotz zweimaligem Eincremen mit Faktor 50+ und spezieller Wasserfestigkeit.

Auf’m Boot

May 12th, 2012

Wir sind keine “echten” Backpackers mehr, haben wir feststellen müssen. Wir haben weder Lust zu zehnt in einem Dorm zu übernachten oder dicht gedrängt auf einem kleinen Kahn von Kolumbien nach Panama zu segeln, nur weil Travelers das nun eben so machen. Gut, Letzteres war eigentlich unser ursprünglicher Plan, aber der viertägige Segeltörn mit der “Andiamo” zu den San Blas Inseln direkt von Panama aus hat uns mehr gereizt.
Auf der ziemlich kurvenreichen zweistündigen Fahrt von Panama City zum Ablegehafen mit einem 4×4 werden wir gleich mal auf Seetauglichkeit geprüft. Mit dabei sind die weiteren Passagiere Alexandra (aus Deutscheland) und François (un Canadien). Nach der Fahrt bringt uns eine “Lancha” zu unserem vorübergehenden schwimmenden Zuhause, einer Beneteau Oceanis 510, ihrem Captain Fabio (Italiener) und dem zukünftigen Captain Robert (Holländer).
20120514-004911.jpg
Von Segeln ist erst mal nicht die Rede, dazu fehlt ganz einfach der Wind. Stattdessen werden gleich die Angelruten rausgehängt und wir motoren los in in Richtung “random”.

Die San Blas Inseln werden autark von den Kuna Yala – den Inselbewohnern – verwaltet und jede einzelne der rund 360 Inseln ist ein kleines Paradies. Es sind kleine Fleckchen Land mit weissen Stränden und ein paar Palmen drauf, umgeben von Korallengärten und türkisblauem Meer. Sonst nix. Nur wenige sind bewohnt von den Kuna Yala.20120514-005004.jpg
Unsere beiden Capitains sind super. Robert unterhält alle mit spannenden Storys und Erinnerungen an seine Ex-Freundinnen und Ex-Frauen. Fabio ist die gute Seele des Schiffes, nimmt die Fische aus wenns niemand anders möchte und kocht sensationell!
Ach ja, neben Schnorcheln, Schwimmen, Strand Auskundschaften und Besuch der Geburtstagsparty von Julio (70), einem Inseloberhaupt, fangen wir, d.h. eigentlich Nico, Fische. Viiieeele feeine Fische! Es beginnt mit einem Bonito, den Fabio gleich als Carpaccio zubereitet. Wir verwenden die Überreste dieses Fisches als Köder, mit Erfolg. Zwei Baby-Sharks beissen sofort an, dürfen aber wieder ins Freie. Am nächsten Abend beissen wiederum zwei Fische an und dann reisst es plötzlich etwas heftig an der Schnur. Mit vereinten Kräften ziehen wir einen wunderschönen und grossen Red Snapper aus zwanzig Metern Tiefe. Ein Prachtsexemplar! Wir feiern den Fang mit etwas Rum, Vodka und einem Aspirin am nächsten Morgen.

Den nächsten Tag verbringen wir tuckernd zwischen den Inseln, schnorchelnd rund um Schiffswrack und mit Vorfreude auf das Red Snapper Festmahl. Und natürlich der Angelrute. Zack, es reisst wieder an der Schnur. Als hätten wir noch nicht genug fürs Znacht gesellt sich eine Königsmakrele dazu. Wir ankern bei einer nächsten Insel und erhalten Besuch eines Kunas. Er verkauft uns Löbsterli und wir schenken ihm die kleineren Fische sowie die Köpfe der Makrele und des Snappers. Er verwendet dies alles für eine Fischsuppe.
20120514-005622.jpgFabio legt sich auf seiner voraussichtlich letzten Tour mit der Andiamo noch einmal voll ins Zeug und präsentiert uns den Menuvorschlag; Makrelen-Carpaccio als Vorspeise, dann ein Lobster-Risotto gefolgt von Red Snapper al horno. Dazu Salat sowie frittierte Yukas und Bananen. Wir meinen “Deal!” und steuern zwei Flaschen Wein bei zum letzten Abend in den San Blas. Der nächste Tag bringt die Rückreise, eine weitere Makrele (spanischen Makrele, Speisefisch Nr.7) und sogar etwas Wind mit sich. So können wir die Segel doch noch setzen, perfekt!

Auf dem Plan stehen nun rund zehn Tage in Bocas del Toro; Erholung und Wellenreiten in der Karibik bevor wir am 21. Mai nach Los Angeles fliegen.

Hasta luego América del Sur

May 7th, 2012

20120513-215008.jpgUnsere Reise nach Panama endet erst mal bereits am Flughafen in Cartagena (Kolumbien). Die Dame von der Airline will uns die Tickets nur geben, wenn wir eine Ausreise aus Panama belegen können. Können wir natürlich nicht, wir haben ja auch erst rund 6 Stunden zuvor die Tickets nach Panama gekauft. Wie sollten wir wissen wo und wann wir in 2-3 Wochen sein werden und wohin weiterreisen?
Egal. Sie besteht darauf, wir suchen ein Hotspot um Bustickets nach Costa Rica zu reservieren, ob wir sie dann brauchen oder nicht. Das einzige WiFi am Flughafen der Telefonica funktioniert heute natürlich nicht. Murphy muss in der Nähe sein.

Nach einer weiteren Charmeoffensive von Isa gibt sie uns dann doch die Tickets und weist uns auch noch genau an, wen wir in Panama wie anlügen sollen, damit es klappt und sie uns nicht mehr zurück transportieren müssen.
In Panama City angekommen trifft das ein, was wir irgendwie erwartet haben; keine müde Seele interessiert sich für unsere Reisepläne. Die ganze Aufregung umsonst.

20120513-214844.jpgWir erleben in Panama einen Kulturschock. Nach zwei Monaten Lateinamerika trifft uns in der Shoppingmall die volle Wucht des Einflusses der USA. Neben den bekannten Marken und moderen Einrichtungen fühlen wir es auch an der rund 16 Grad kalten Luft, die uns entgegenströmt als sich die Türen zur Mall öffnen, während draussen etwa 32 Grad und 99% Luftfeuchtigkeit herrschen. Wir frönen unserer Shoppinglust und essen sogar in der Mall. Irgendwie schräg, aber wir geniessens.

In den nächsten Tagen erkunden wir die Stadt sowie den Panama-Kanal mit den riesigen Schleusen bevor wir uns auf den Weg zum lange ersehnten Segeltörn rund um die San Blas Inseln machen.

Schweissperlen im Nationalpark Tayrona, Kolumbien

May 4th, 2012

20120513-223908.jpgDer Tayrona Nationalpark in Kolumbien ist unsere nördlichste Destination in Südamerika. Hier grenzt der Urwald direkt an das karibische Meer, eine ungewöhliche Szenerie. Wir leisten uns eine Übernachtung in einem Hotel, welches am nördlichen Ende des Parkes liegt und auf einen Felsen direkt am Meer gebaut ist. Die Lage ist wirklich genial. Wir geniessen die Aussicht auf das offene Meer und lassen in der Hängematte die Seele baumeln. Um rund neun Uhr Abends verabschiedet sich die einzige Angestellte mit der Aussage “das Licht lasse ich die Nacht durch brennen” und schwups entschwindet sie in der Dunkelheit. Ein weiterer Gast und wir bleiben etwas erstaunt zurück. Wir schlafen nicht wirklich viel diese Nacht, geniessen aber umso mehr das Gefühl, direkt über der Brandung zu liegen.

Am zweiten Tag wandern wir der Küste entlang, vorbei an wunderschönen Stränden, wie im Bilderbuch. Die Hitze und Luftfeuchtigkeit machen uns zu schaffen. Wir schleppen uns bis ins nächste Resort und legen uns unter eine Palme direkt am Wasser. Endlich Meer, Sonne und Strand! Für die Übernachtung haben wir zwei Hängematten gebucht. Ist mal was anderes ist eine Begründung, zudem hatten wir nicht gerade 400 Dollar locker für eine Nacht in einem Cabaña.

20120513-223425.jpgAm nächsten Tag geniessen wir etwas weiter südlich das Meer bevor wir am späten Nachmittag ein Schnellboot nach Taganga nehmen. Die Stadt liegt am südlichen Ende des Parks. Die Fahrt mit diesem Boot dort hin ist spektakulär. Obwohl das Boot völlig überladen ist fliegen wir mit enormer Geschwindigkeit über die Wellen. Ein riesen Spass! Jedenfalls bis zum Zeitpunkt als nach rund zwei Dritteln der Strecke das Benzin ausgeht. Die Typen fahren die Strecke täglich, wahrscheinlich ist heute das B-Team im Einsatz! Nach ein paar nutzlosen Telefonaten schreien sie ein anderes Boot herbei, von wessen wir einen Tank und weitere Schwimmwesten auslehnen dürfen. Die Motoren heulen auf und weiter gehts nach Taganga.

Karibischer Ceviche-Schmaus

April 29th, 2012

Krabben, Schrimp, Pulpo und Mojito – unser erster (!) Abend in kurzen Hosen, T-Shirt. Draussen versteht sich. 30 Grad um 20 Uhr. Schön.
20120428-193954.jpg

20120428-195340.jpg

Zona Cafetera in Kolumbien

April 27th, 2012

Endlich mal richtiger Kaffee! Bisher sind wir ja in Südamerika inklusive Kolumbien nicht gerade mit edlem Kaffeegeschmack verwöhnt worden. Mit Glück und dank Spanischkenntnissen haben wir in der Kaffeeregion in Calarcá (Region Quindio) eine wunderschöne Hacienda gefunden, auf deren Land 50’000 Kaffeepflanzen stehen, Platanos und verschiedenste andere Früchte angebaut werden. Nach der Tour durch die Plantage der Hacienda wissen wir nun auch weshalb wir in Kolumbien bisher nur den “Tinto” aufgetischt bekommen haben. Der Tinto besteht aus den ‘Abfallkaffeebohnen’, diese sind von Insekten angefressen, sind vertrocknet, verschmischt mit Steinchen und Staub. Dieser Kaffee wird so heiss und lange geröstet und so klein gemahlen, dass man die einzelnen Teilchen nicht mehr sieht. So wird er normalerweise mit enorm viel Zucker getrunken damit auch die schlechten Geschmacksstoffe überdeckt werden. Bisher hat in Kolumbien kaum Nachfrage für besseren Kaffee bestanden und 80% des Qualitätskaffees wird exportiert.

20120427-123617.jpg20120427-123712.jpg
Hmm, trinkbar ist der Tinto trotzdem und wir finden auch ein paar Cafés, die exzellenten Kaffee anbieten. Beispielsweise in Salento. Dieses kleine Städtchen liegt inmitten der Kaffeeregion in Kolumbien. Ein paar Jungs von hier haben sich zusammengetan um einen der wenigen Qualitätskaffees zu produzieren. Handverlesen, selbstverständlich.
Von hier aus machen wir eine Tageswanderung ins Valle de Cocora – wow, riesige Wachspalmen, verwunschener Nebelwald – und wir werden kurz vor dem Ende wieder mal richtig verregnet. Die 3 Franken-Ponchos halten uns zumindest die ersten zwei Minuten trocken.

Was/Wen wir (kennen)gelernt haben:

Die selbsternannte Touristenführerin Gloria. Sie spricht in Zeitlupenspanisch: “Schön ihr sprechen Spanisch können. Ihr Kafferegion hier sein. Ich sprechen langsam, ihr so verstehen besser.”

Bogotá

April 23rd, 2012

20120423-081000.jpgAussicht aus unserem Zimmer im Quartier “La Candelaria” auf das Zentrum von Bogota. Wir sind hier nur drei Tage geblieben. Das Goldmuseum war genial, leider zu gut bewacht. So können wir unsere Reise (noch) nicht verlängern..l :) Unsere Stichworte zu Bogotá: sehr freundliche Leute, dunkle Gestalten, heruntergekommen, viele ausgezeichnete Museen, keine guten Restaurants im Quartier Candelaria, frische Früchte an Strassenständen. Heute geht’s weiter auf eine Cafe-Farm bei Armenia und dann planen wir die nächsten 4-5 Wochen bis zum Zwischenhalt in Kalifornien.

Bloggerin

April 21st, 2012

Isabelle tippt sich die Finger wund für unseren Blog @ Lima Airport.
20120422-080717.jpg

Not too mortal…

April 20th, 2012

20120421-010729.jpgWir wollen die volle Dröhnung Dschungel erhalten. Geplant sind sieben Tage im Manu Nationalpark, dem weltweit artenreichsten Dschungel. In diesen sieben Tagen können wir auch die innerste für Touristen zugängliche Zone, die “Zona Reservada” erreichen. Pro Jahr wird dieses Gebiet gerade mal von 1800 Personen besucht. Kein Wunder, die jeweils zweitägige Hin- und Rückreise verlangt einiges ab. Zuerst müssen wir eine zehnstündige Busfahrt in einem kleinen, alten und definitiv nicht an die Strassenverhältnisse angepassten Gefährt überstehen. Teile der Strasse werden alle paar Tage von Regenfällen abgerissen. Sie ist gerade mal so breit wie ein Auto. Es gibt selbstverständlich Gegenverkehr und auf der einen Seite geht es steil nach oben, auf der anderen Seite einige hundert Meter senkrecht hinunter. Gut, wir habens überstanden und befinden uns danach noch immer in der Zona Cultural. Diese ist Teil des Parkes, wird aber im Gegensatz zur Zona Reservada bewohnt und genutzt. Read the rest of this entry »

Machu Picchu, was sonst..!?!

April 9th, 2012

Der Fahrer, welcher unser Gemeinschaftstaxi fährt ist ein kleiner Schumi – leider weitgehend talentfrei. Wir sind alle froh am kleinen Bahnhof angekommen zu sein, wo wir in den Zug steigen welcher uns nach Aguas Calientes bringt. Dies wird der Ausgangsort sein, um die Inka-Stadt Machu Picchu zu besuchen.
Wir kommen mit dem Zug in diesem kleinen Dorf an, welches ästhetisch nicht viel zu bieten hat, ausser der Miss Lungen und der Miss Raten. Ein bisschen Mitleid haben wir mit den beiden Hundedamen…

20120411-164826.jpg20120411-163501.jpg

Wir schauen noch das Fussballspiel der Lokalmatadoren auf dem Kunstrasen mitten im Dorf und gehen gestärkt durch Pollo, Pasta und Pisco Sour früh schlafen. Denn am nächsen Morgen um 4Uhr gehen wir zu Fuss den Pfad hinauf zur Stadt. Alleine sind wir nicht und auch nicht die einzigen, welche während dem Aufstieg gehörig ins Schwitzen geraten. Read the rest of this entry »


Switch to our mobile site